Gemeinsam durch die Krise!

Dringender Handlungsbedarf

Kommunen Bayern

Dringender Handlungsbedarf

Internationaler Tag des öffentlichen Dienstes
Öffentlich ist Wesentlich! ver.di Dringender Handlungsbedarf  – Internationaler Tag des öffentlichen Dienstes


Corona hat die Kommunen unterschiedlich getroffen – manche kaum, andere stark und manche sehr stark. So manche Kommune erlebt einen starken Einbruch bei der Gewerbesteuer und gleichzeitig bei dem Anteil der Einkommensteuer. Gleichzeitig sind die Ausgaben für die Beschäftigten im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und die Corona-bedingten Ausgaben innerhalb der Kommune gestiegen. „Damit diese Auswirkungen nicht nachhaltig und mittel- bis langfristig fortdauern, liegt dringlicher Handlungsbedarf vor“, erklärte die Leiterin des Fachbereichs Gemeinden bei ver.di Bayern, Dr. Brigitte Zach. 

Gerade die Auswirkungen von Corona zeigten, dass die Kommunen stark investieren müssen – sei es, um die Digitalisierung im eigenen Haus voranzubringen, in die Infrastruktur und in die Ausstattung. 

„Investitionen in Sachen sind wichtig, Investition in Personal noch wichtiger“, betonte Zach. Die Beschäftigten seien das Herz einer Kommune – sie leisten die Dienste, um das Leben in einer örtlichen Gemeinschaft gerade in schwierigen Zeiten zu gestalten. Mit den kommunalen Dienstleistungen lassen sich Krisen besser überwinden. „Deshalb: auf die Beschäftigten darf sich ein Einbruch bei den Einnahmen nicht auswirken“, so Zach.

Freie Stellen müssten besetzt werden, forderte Zach. In den vergangenen Jahren gab es je nach Region trotz Ausschreibungen keine oder zu wenig Bewerbungen. Jetzt gebe es durch die wirtschaftlichen Auswirkungen in einigen Branchen neue Chancen für die Stellenbesetzung.

Personal sei eine Investition in die Zukunft, die es zu ergreifen gelte.

Diese Zukunft beginne bei der Ausbildung; mit ihr haben junge Menschen die Chance auf berufliche Entwicklungsmöglichkeit und für die Ausbildungsstätte bedeuten junge Beschäftigte einen Gewinn. „Der öffentliche Dienst ist hier in der besonderen Verpflichtung mit Vorbildfunktion“, so Zach. Dabei sei Flexibilität, Empathie und innovatives proaktives Reagieren Grundlage der Daseinsvorsorge in unserer Gesellschaft.

„Deshalb sind die Übernahme der Ausgebildeten, die Qualifizierung, eine ausreichende auf die Zukunft gerichtete Personalentwicklung und gute Arbeitsbedingungen der richtige Weg“, betonte Zach. Hierfür müsse es ausreichend Finanzmittel geben: „Beschäftigte im öffentlichen Dienst sind das Lebenselixier unserer Gesellschaft“, erklärte Zach. Auch in Zukunft müsse der öffentliche Dienst handlungsfähig sein, er sei unverzichtbar. „Hier zu sparen bedeutet, an der falschen Stelle zu Lasten der Bürger zu sparen. Deshalb muss es einen Rettungsschirm geben“, forderte Brigitte Zach.

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